Lexikon Fachbegriffe

Fertigteilkeller / Fertigkeller

Mit dem Begriff Fertigteilkeller / Fertigkeller wird ein Keller bezeichnet, dessen Wände aus in einem Werk vorgefertigten Betonteilen bestehen. Der Keller wird mit diesen Teilen auf der Baustelle montiert.

Sandwichkeller

Bei einem Sandwichkeller bestehen die Fertigteilwände aus einer Betontragschale und einer Betonvorsatzschale. Zwischen den Schalen befindet sich eine Wärmedämmung. Die Wandelemente werden komplett im Betonwerk produziert und auf der Baustelle montiert.

Weiße Wanne

Mit "Weiße Wanne" ist ein wasserundurchlässiges Bauwerk aus Beton gemeint. Die Abdichtung gegen von außen einwirkendes Wasser wird von dem Beton mit einer speziellen Rezeptur übernommen. Es sind keine weiteren flächigen Abdichtungsmaßen erforderlich, wodurch die weiße Farbe des Betons erhalten bleibt.

Ortbeton

Mit dem Begriff Ortbeton ist auf der Baustelle verarbeiteter Beton gemeint. Dieser wird in einem Fahrmischer von einem Transportbetonwerk zur Baustelle geliefert.

WU-Richtlinie

Bei der WU-Richtlinie handelt es sich um die Richtlinie für "Wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton" des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton.

Filigrandecke

Mit dem Begriff Filigrandecke werden in einem Betonwerk produzierte Deckenelemente bezeichnet, die auf der Baustelle verlegt und durch eine Ortbetonschicht zur fertigen Decke ergänzt werden.

Nutzungsklasse

Bei den Nutzungsklassen werden für Kellerräume die Nutzungsklassen A und B unterschieden. Die Nutzungsklasse A stellt die Variante für eine hochwertige Nutzung dar. Es werden neben den Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit auch raumklimatische Anforderungen aus der Energieeinsparverordnung gestellt. Die Nutzungsklasse B stellt geringere Anforderungen an die Nutzung und trifft auf Garagen und untergeordnete Lagerräume zu.

Beanspruchungsklasse

Die Beanspruchungsklasse berücksichtigt die Art der Beaufschlagung des Bauwerks oder des Bauteils mit Feuchte oder Wasser. Zur Festlegung der Beanspruchungsklasse ist die Kenntnis des Bemessungswasserstands und der
Bodeneigenschaften erforderlich. Es werden die Beanspruchungsklasse 1 für "Drückendes Wasser, zeitweise aufstauendes Sickerwasser" und die Beanspruchungsklasse 2 für "Bodenfeuchtigkeit, nichtstauendes Sickerwasser" unterschieden.